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Hinweise für Orgel-Profis


Das Programm Hauptwerk erfreut sich aufgrund seiner sehr realistischen Wiedergabe von Pfeiffen- und Theaterorgeln inzwischen großer Beliebtheit bei vielen privaten Nutzern, neben- und hauptamtlichen Organisten sowie Konzertorganisten.
Außer, das es im eigenen Heim wärmer und angenehmer ist als in so mancher Kirche, bietet sich mit einer Hauptwerk-Lösung doch die Möglichkeit europäische Orgelliteratur auf dem dazu passenden virtuellen Instrument zu spielen. Für Studenten und andere „Orgelreisende“ besteht so auch die Möglichkeit, sich ein wenig auf eine reale Orgel und deren Bedienung vorzubereiten.

Gut zu wissen:

Die PC-Systeme werden immer leistungsfähiger und können inzwischen mit sehr viel Arbeitsspeicher (bis 64 GB) ausgestattet werden. Das heißt, es steht eine große (theoretische) Polyphonie zur Verfügung, die einzig durch die Leistungsfähigkeit des eingebauten Prozessors und der Architektur des Motherboards bestimmt wird (5000 bis ca. 9000 Stimmen gleichzeitig).

Sehr große Sample-Sets lassen sich aufgrund des zur Verfügung stehenden RAM-Speichers ohne Probleme laden. Nun könnte man aufgrund dieser idealen Voraussetzungen ja sagen: „Na, dann kann ja nichts schiefgehen“.

Leider sieht es in der Praxis dann doch etwas anders aus:
Die meisten Sample-Sets sind mit Raumhall-Anteilen aufgenommen, die je nach Größe der Orgel mehrere Sekunden nach Loslassen der Klaviaturtaste im Raum stehen bleiben – also durch das Programm Hauptwerk und die Soundkarte wiedergegeben werden. Dabei werden Stimmen verbraucht. Wenn Sie nun sehr schnell, mit (fast) voller Registrierung spielen, werden neben den eigentlichen Tönen immer wieder neue hörbare „Hallfahnen“ erzeugt, die im Raum stehen bleiben und fleißig Stimmen verbrauchen. Dies führt irgendwann nach einigen Takten zu einem exponentialen Anstieg des Stimmenverbrauchs.

Das Programm Hauptwerk hat jetzt kaum noch Polyphonie zur Verfügung und schafft es auch nicht, die großen Datenmengen flüssig an den Eingangsspeicher der Soundkarte zu übermitteln. Es kommt zu Soundstörungen (Cracks/Glitches) bis hin zum vorübergehenden totalen Soundausfall. Das soll Sie jetzt aber nicht abschrecken, sondern dient nur dem Verständnis und der Sensibilisierung. So etwas geschieht, wenn man die Polyphonie für das entsprechende Sample-Set (aus Unwissenheit) auf hohe theoretische Werte einstellt.

Hauptwerk kann sehr wohl mit Polyphonie umgehen und diese auch so verwalten, dass es keine Soundstörungen gibt. Das funktioniert aber nur in dem flacheren Bereich der Exponential-Funktion, weil dann noch Regelmöglichkeiten vorhanden sind. Dazu muß die Polyphonie-Obergrenze für das Sample-Set auf kleinere Werte als theoretisch möglich eingestellt werden.

Nach der Installation von Hauptwerk 4 ist die Polyphonie-Obergrenze bei jedem Sample-Set auf 1984 Stimmen eingestellt. Wenn Sie nun Ihre Orgelstücke bei ziemlich voller Registrierung störungsfrei spielen können, können Sie diesen Wert in Hunderter-Schritten solange erhöhen, bis Audio-Störungen auftreten. Dann senken Sie den letzten Wert um 200-300 ab, um wieder im sicheren Bereich zu sein.



Wie funktioniert das ???

Hauptwerk fängt bei dem eingestellten Polyphoniewert an, Hallfahnen sanft auszublenden (fast nicht hörbar), so dass immer genügend Stimmen zum eigentlichen Spielen zur Verfügung stehen. Diese Polyphoniegrenze muß je nach PC und verwendetem Sample-Set selber versuchsweise ermittelt werden.

Für große Sample-Sets sollte man auch die Puffergröße der Soundkarte (standardmäßig meist 256) auf Werte von 512 oder 1024 setzen. Wenn man diese Hinweise beachtet, wird es mit den leistungsfähigen PCs und hochwertigen Soundkarten, die wir vertreiben, keine Probleme geben.

Kundenbewertung



B. Siebert, Wien (Österreich)
11.06.2008

Bewertung:  

Musik-PC mit AMD X26000+, 3GB RAM, 500GB HD, WinXP 32 Prof., TFT-HannsG 22", Digidesign Pro Tools LE mit MBox2 für Recording

Bin vom Service und der Qualität von PC & Musik absolut begeistert. Herr Horche bemühte sich ab der ersten Kontaktaufnahme und informierte mich immer über den aktuellen Stand der Bestellung. Mein bestellter PC ist flüsterleise, superschnell und ohne überflüssigen Schnick-Schnack. Genau so hab  [...]

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